Das Europabüro

Die Mannschaft hinter der Mannschaft

Als euroasiatische Kooperation zwischen Passion, Frust und Kampf um ein Kulturprojekt.
Seit mehr als 20 Jahren steht der CHINESISCHE NATIONALCIRCUS für einen besonderen Kulturaustausch.

Wir bauen eine Brücke

Rückblickend sind wir stolz darauf, dass dieses Projekt auch einen erheblichen Beitrag zur Verständigung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China beigesteuert hat. Denn, um es mit Cicero zu sagen: „Wenn man mit jemandem Handel treiben möchte, muss man seine Kultur kennen.“ Nirgendwo ist die Wichtigkeit dieser Regel deutlicher, als zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Ländern.
Der Anspruch des Circus ist es, die chinesische Kultur der breiten Bevölkerung „mainstreamtauglich“ zu präsentieren und nicht nur den Zauber Chinas, sondern vielmehr den einzigartigen „Spirit“ der Menschen in China anschaulich zu zeigen.
Dass die Realisation solch großer Ziele den Machern sowohl auf europäischer als auch chinesischer Seite alles abverlangt, liegt auf der Hand.
Enormes Geschick, außergewöhnliches Durchhaltevermögen und vor allem unerschütterlicher Optimismus sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Inszenierung eines auch für westliche Zuschauer verständlichen und gut zugänglichen Fokus auf urchinesische Gepflogenheiten, Traditionen und Gedankengut.

Das ständig mit neuen Programmen in Europa tourende Projekt CHINESISCHER NATIONALCIRCUS besteht im Organisationskern aus einer internationalen Mannschaft mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, stationiert in einem kleinen Dorf nahe der holländischen Grenze. Von dort aus werden die jährlichen Tourneen mit bis zu 160 Gastspielstädten pro Showkonzeption organisiert. Neben der Produktion der Show als solcher, wollen dabei auch unendlich viele Hürden im Formalitäten-Dschungel zahlreicher interkontinentaler Manifeste der Bürokratie beachtet werden.

Die Menschen machen den feinen Unterschied

Der Chinesische Nationalcircus ruht sich nicht auf seiner „Pole Position“ im internationalen Bereich des Kulturaustauschs mit dem Reich der Mitte aus. Man entwickelt stets weiter. Im Mittelpunkt steht der Mensch als Mittler der Kultur.

Ansprechpartner

Über uns

Wer ist der Produzent und Tourneeveranstalter des Chinesischen Nationalcircus? Was ist er für ein Mensch? Was treibt ihn an? 

Seit 1989 bahnt sich ein unglaublicher Siegeszug der fernöstlichen Artistik durch alle Städte, Altersgruppen und soziale Schichten des Kontinents. Millionen von Besuchern hat diese Veranstaltung die Möglichkeit vollendeter Einheit von Geist, Körper und Seele unvergesslich vor Augen geführt. Noch niemals zuvor war ein circensisches Programm so klar ein Garant für Erfolg. Haben zuvor die Verantwortlichen die unglaublichen Künste der Chinesischen Meisterakrobaten in reisenden Zeltpalästen präsentiert, beziehen sich bei den aktuellen Tourneen die Produzenten auf die Wurzeln und präsentieren den Chinesischen Nationalcircus wieder in festen Bauten. Sowohl der Produzent und Tourneeveranstalter Raoul Schoregge als auch sein Team kann auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit chinesischen Künstlern zurück blicken. Er war unter anderem auch für die legendären Produktionen André Hellers „Chinesischer Nationalcircus“ und André Hellers „Begnadete Körper“ in  Schlüsselpositionen tätig und ist somit erheblich am Erfolg dieser Tourneen beteiligt gewesen. Nachdem André Heller sich 1997 aus dieser Sparte zurückzog, hat Raoul Schoregge im Jahre 2000 die Produktion als Produzent übernommen und führt diese nun in Europa erfolgreich weiter. Weiterhin beschert dieser außergewöhnliche „Circus“ bei den Zeitungskritikern Lobeshymnen und das Publikum entlohnt die Artisten wie am ersten Tage mit Standing Ovations und nicht enden wollendem Beifall. 

Neben seinem großen Interesse an der Geschichte Chinas, seinem Wissen über die Philosophien dieses Reichs und einer fast uneingeschränkten Liebe diesem Land gegenüber bewegen zwei Seelen in seiner Brust Raoul Schoregge zu dieser Tätigkeit im offiziellen Kulturaustausch zwischen China und Europa. Da ist zum einen seine Seele als Künstler, geprägt durch seinen Vater einem Kunstmaler sowie seine eigene Tätigkeit als Clown und Schauspieler. Zum zweiten hat er schon früh verstanden, dass auch Kunst und Kultur ein ausgefeiltes kaufmännisches Konzept benötigen um erfolgreich zu sein. Tätigkeiten als PR- und Marketingmanager für internationale Künstler wie unter anderem JULIO IGLESIAS, NIGEL KENNEDY, VANESSA MAE, die Band SCORPIONS, die Band CRANBERRIES, R.KELLY oder JUSTUS FRANTZ erweiterten seinen konkreten Erfahrungsschatz im internationalen Show- und Entertainmentgeschäft. 

Durch seine lange internationale Karriere als Clown besitzt Produzent Raoul Schoregge eine jahrelange Manegenerfahrung. Erarbeitet auf großen und kleinen Bühnen, in Deutschland und der Welt. Im Zelt sowie auch im Theater. Und dadurch hat Raoul Schoregge ein ganz besonderes Verhältnis zu all seinen Künstlern. Sie sind Starartisten und es müssen ihnen die besten Hotels, Busse und Bühnen zu Verfügung stehen, damit sie sich optimal entfalten und über Monate Höchstleistung erbringen können. Außerdem ist das gegenseitige Vertrauen in das jeweilige Können unendlich wichtig und wird natürlich bestärkt indem sie sehen, dass Raoul Schoregge nicht theoretisiert sondern auch das vorlebt was er von ihnen verlangt. Dank seines pantomimischen Handwerks kann er sich übrigens auch verständigen ohne auch nur in Nuancen missverstanden zu werden. Und nicht zuletzt öffnet sicherlich sein Humor auch so manches verschlossen wirkende chinesische Tor.

Auf die Frage wie Raoul Schoregge Erfolg definiert antwortet er, dass jede aktuelle Show sein größter emotionaler Erfolg ist. Und zwar am Tag der Premiere. Dann wenn für einen kurzen Augenblick die lange Odyssee von Casten, Proben Entwickeln, Diskutieren und Zusammenbringen vorbei ist. Immer getrieben von der Angst zu versagen oder es dieses Mal nicht zu schaffen. Bisher schaffte es Raoul Schoregge mit jeder neuen Show die vorangegangene zu überflügeln. Sei es in Bezug auf die Inszenierung, das Bühnenbild, die Auswahl der Musikstücke bzw. Interpreten oder die Kostüme, nicht zuletzt die wechselnden prominenten Stimmen oder schauspielernden Erzähler. Raoul Schoregge schafft es das Publikum positiv zu überraschen. Das erhöht allerdings auch seinen eigenen Druck. Neues zu wagen, gekoppelt mit dem eigenen hohen Anspruch wird nicht gerade leichter von Jahr zu Jahr. Hinzu kommt der Mut und die Kraft die es braucht die Ideen auch tatsächlich immer umzusetzen. Sich sicher zu sein den richtigen Weg zu gehen ist zuweilen am schwierigsten. Und was zählt schon 3 Tage vor der Premiere eines neuen Programms der Erfolg der letzten Tournee? Nichts! Daher findet hier immer wieder der von Schoregge sehr geschätzte Buddhismus platz: „Das Heute recht gelebt macht das Gestern zu einem Traum voller Glück und das Morgen zu einer Vision voller Hoffnung!“
Täglich angetrieben von dem Kredo dieser buddhistischen Weisheit, durch die unendlichen künstlerischen Visionen des Kreativteams und durch den inneren stetigen Durst nach mehr Wissen des Produzenten Raoul Schoregge eroberte sich der Chinesische Nationalcircus einen festen Platz im europäischen Kulturleben in dem letzten 10 Jahren. 

Jahr für Jahr schenkt seit seinen Anfängen der Chinesische Nationalcircus dem Publikum an meist gleichen Orten und zu fast gleichen Zeiten ein neues Akrobatik-Märchen. 160 Städte in Europa bereisen diese Produktionen pro Jahr. Nach den Erfolgsshows wie: DSCHINGIS KHAN, DER LETZTE KAISER, MULAN, MARCO POLO, BUDDHA, KONFUZIUS, TAO oder IM ZEICHEN DES PANDA bietet er immer wieder eine anregende, unterhaltsame und poetische Geschichte, die den Europäern das immer noch unbekannten Reich der Mitte ein wenig näher bringen soll. 
So könnte, zumindest nach dem Wunsch von Raoul Schoregge sich der Graben zwischen Abendland und Asien immer mehr schließen, eine Brücke zwischen den Kulturen entsteht über die Politik, Geschäftswelt und natürlich auch Menschen folgen können. 
Große Ziele für Kultur? Sicher, jedoch wie sagt ein chinesisches Sprichwort so schön: „Der Mann, der den Berg weggeräumt hat, war der selbe, der angefangen hat kleine Steine wegzuräumen“.

Eine Frau steht ihren Mann im Haifischbecken Showgeschäft und eine Frau steht ebenfalls zu ihrem Mann im Haifischbecken Showgeschäft. Nadine Schoregge überrascht und überzeugt mit Weiblichkeit in einer Männerdomäne! Wussten Sie, dass die Chefin von den 40 besten Artisten Chinas in Europa eine Frau ist?
Wussten Sie, dass der legendäre Chinesische Nationalcircus auf das Wort einer Frau hört und von Ihr jährlich durch bis zu 160 Spielorte Europas gebucht wird?

Ja, Nadine Schoregge, Mutter von zwei Kindern hält die Zügel dieser außergewöhnlichen Showproduktion als Geschäftsführerin in der Hand und ermöglicht so ihrem Mann Raoul Schoregge als Regisseur und Produzent die künstlerischen Ambitionen mit den Chinesischen Partnern voll auszuleben. Als ehemalige Tänzerin und ausgebildete Grundschullehrerin verfügt sie neben ihrer nun auch schon 10 jährigen Erfahrung bei der Zusammenarbeit mit China über das nötige künstlerische Verständnis, das pädagogische Feingefühl und über die ausgereifte buddhistisch taoistische Ruhe für diese Position. Objektiv betrachtet hat sie sicher die unangenehmsten Themen des gesamten Projektes verantwortlich auf ihrem Schreibtisch: Buchhaltung, Visa – Anträge, Versicherungen, Flugbuchungen, Hotels, und Finanzamt. Die existentielle Bedeutung dieser Themen für eine erfolgreiche Tournee liegt auf der Hand und somit ist die Wichtigkeit dieser Schlüsselposition offensichtlich. Bemerkenswert ist es jedoch, dass Nadine Schoregge diese Aufgaben emsig, genau und verantwortungsvoll erfüllt und dennoch immer auch ein Ohr für die menschlichen und künstlerischen Probleme ihres Ehemanns oder der chinesischen Kollegin hat. Aber das ist es vielleicht auch, was das Fundament für den Erfolg des gesamten Teams ausmacht. Die absolute Identifikation mit den Aufgaben die man verantwortlich zu erledigen hat ohne den Überblick und die Liebe für das Ganze zu verlieren.

Unsere Chefchoreographin Sun Qing Qing wurde im Februar 1982 geboren. Sie selber kokettiert gerne damit, dass sie jetzt schon soo alt ist, halt „twenty something“ und im gleichen Atemzug nennt sie sich die Großmutter der Schlangenmädchen. Schlangenmädchen, ja das war eines ihrer vorhergegangenen Leben.


Sie, die ihr Vater aufgrund des nicht übersehbaren Talents mit 4 Jahren in einer Tanzschule anmeldete, lernte vom 8. Lebensjahr an die Kunst des Verbiegens in einer der namhaftesten Talentschmieden chinesischer Zirkuskunstin der Tianjin Acrobatic Troupe of China. Kontorsion heißt dieses Fachgebiet der chinesischen Akrobatik, allen Zuschauern bekannt durch die sich dann zwangsläufig stellende Frage, ob diese Artisten auf der Bühne keine Knochen hätten. In kaum einer anderen Sparte der chinesischen Akrobatik sind die Merkmale der oft zitierten Einheit von Körper, Geist und Seele so anschaulich verkörpert. Qing Qing, das ist ihr Vorname, balancierte auf dem rechten Bein eine Artistenkollegin, während sie sich selber mit dem Rumpf ihres Körpers hinterrücks um die eigene Achse drehte, um mit dem Mund eine Rose aufzuheben, die an der Ferse ihres linken Beins lag. Ja genau das und viele andere Variationen dieser Übung machte sie. Gleichgewicht, Kraft, Ausdauer und dazu noch eine tänzerisch poetische Präsentation dieser Übung sind Bestandteile dieses Genres. Dass dieses ein jahrelanges intensives und hartes Training vorausgesetzt hat, versteht sich fast von selbst. 8 Jahre lang wurde sie in allen Sparten der Akrobatik ausgebildet. Täglich außer Sonntags waren im Alter zwischen 8 und 16 Jahren zwischen früh morgens und abends diverse Trainings- und Klassenräume in einem Leistungszentrum der chinesischen Metropole ihr Zuhause.  Entbehrungen, Rückschläge und sicherlich auch Tränen und Schmerz waren genauso ihre Begleiter in dieser Zeit wie der unbiegsame Wille, eine perfekte Künstlerin zu werden, das Publikum zu verzaubern und natürlich die „Beste“ in ihrem Fachgebiet zu sein. Hätte es zu diesem Zeitpunkt schon T-Shirts gegeben mit dem Slogan: „Das Leben ist kein Ponyhof“, hätte Qing Qing sicher eines getragen. 


Die Teilnahme an internationalen und nationalen großen Wettbewerben mit einer Kontorsionsnummer folgte. Getrieben von der stetigen ehrgeizigen Maxime, dass nur Gold glänzt, war in den ersten Jahren die Trauer groß, als man bei diesen internationalen Wettbewerben nur den 2. Platz im Vergleich mit der ganzen Welt machte. Hartnäckigkeit und Ausdauer wurden dann final jedoch belohnt und man gewann auch Gold. So wurde Sun Qing Qing dann ein „Second grade Artist“ der Volksrepublik China, was eine durchaus elitäre Stellung im gesellschaftlichen System zur Folge hatte.


Unbeeindruckt von solchen Posten und Auszeichnungen entwickelte sich Qing Qing weiter getrieben von dem stetigen Ehrgeiz und Willen, ein immer größer werdendes Publikum zu begeistern. Sie machte additiv zu ihrer Artistenlaufbahn eine Ausbildung zur Yoga Meisterin, erlernte Kung Fu, studierte Tanz und Maskenbild und ging bei einem Meister des Bogenschiessens in die Lehre, um auch diese Kunst zu erlernen. Dazwischen Gastspiele in Europa, den USA, Japan, Korea, Nord Korea, Australien und den Fiji Inseln.
 
Vielleicht kokettiert sie ja mit Recht. Lässt man das Erlebte Revue passieren, muss man sich zwangsläufig alt fühlen. Andere Menschen benötigen für das von ihr Erlebte sehr wahrscheinlich zwei oder drei Leben. 
Glücklich sind wir, da sie ihre Erfahrung und ihr Können ganz in den Dienst des Chinesischen Nationalcircus stellt. Ihre Choreographien verbinden Tradition und Moderne und schaffen es immer wieder aufs Neue, auch mit einer Akrobatiknummer spannende Einblicke in die chinesische Kultur zu vermitteln.

Vielleicht verdeutlicht das folgende Interview mit ihr, das im Jahr 2010 ein deutsches Magazin mit ihr machte zusätzlich noch einmal ihr Wesen.

Als halb Deutscher, halb Koreaner aufgewachsen im Herzen des Ruhrgebiets fand die kreative und menschliche Sozialisation von Jens Kim im Melting Pot der Kulturen statt. Beste Vorraussetzungen um ein internationales & Völker verbindendes Kulturprojekt wie den Chinesischen Nationalcircus effektiv unterstützen zu können. Die tiefe Sehsucht auch nach seinen eigenen asiatischen Roots, ein wacher Geist und eine schnelle Auffassungsgabe ließen ihn zu einem wichtigen Bestandteil unserer Außendarstellung werden. Additiv profitieren wir von seinen Erfahrungen seit Jahren im Bereich der örtlichen Veranstaltungen. Gekrönt werden diese uneingeschränkt positiven Eigenschaften dann so hier und da von einem Eimer KIMCHI seiner Mutter für das Büro und unser Ensemble.

Liebe ist stärker als Blut

Eine Geschichte über Liebe, Sehnsucht und Hass, voller Spannung, Poesie und Humor. Dargestellt mit Akrobatik, Musik und Tanz. Entstanden durch Entbehrung, Isolation, Kampf, Teamgeist und Achtsamkeit!

CHINA GIRL ab Dez 2021

Da staunten selbst die Chinesen, als Raoul Schoregge, Produzent und Tourveranstalter des Chinesischen Nationalcircus, im Mai 2011 anlässlich einer Einladung des Kulturministeriums in Peking einem internationalen Publikum eine „Kostprobe“ chinesischer Akrobatik vorführte: Wie konnte es einem Europäer gelingen, so authentisch, so individuell und dabei so frisch die ureigen chinesische Hohe Kunst der Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele erlebbar zu machen?
Was ist das Geheimnis dieser gelungenen Annäherung? Erst einmal ist es nichts Neues, asiatische Akrobatik anzubieten, quasi „auf den Markt zu werfen“. Doch die individuelle Ausstrahlung, welche die Künstler des Chinesischen Nationalcircus auszeichnet, lässt sich damit nicht erreichen.

Und genau genommen, ist es auch kein wirkliches Geheimnis, der Erfolg lässt sich nämlich erklären:

Man beschäftige sich – wie Raoul Schoregge –  mindestens ein Jahrzehnt intensiv mit fernöstlicher Ästhetik und eigne sich ein umfangreiches Wissen über die Geschichte, die Religionen und Mythen Chinas an.
Und man bemühe sich um die Menschen selbst, gehe auf die jungen Artisten zu, motiviere sie, baue sie mental und physisch auf und begleite ihre Entwicklung.
Außerdem bringe man sich selbst als kreativer Gestalter mit ein und zeige Mut bei der Realisierung von Visionen.

Wissen, Motivation und Vision, das sind die Kräfte, die bewirken, dass eine Show des Chinesischen Nationalcircus  mehr ist als nur die Summe der einzelnen Teile, mehr als die raffinierte Darbietung artistischer Kunststücke, von den tüchtigen Akrobaten wie von auswechselbaren Zirkus-Soldaten vorgeführt. Sie ist „ein doppelter Glücksfall. Zum einen verzaubert und entzückt die einzigartige Show ihr Publikum vom ersten bis zum letzten Augenblick, und man kann drei Stunden lang alles um sich vergessen; zum zweiten weist sie den Königsweg zur Rettung des Zirkus“ (Weserkurier, 18. 02. 2011).
So verwundert es nicht, dass der Chinesische Nationalcircus als Nummer 1 im Kulturaustausch gehandelt wird und offizieller Bestandteil des China-Kulturjahres 2012 sein wird.

Raoul Schoregge, als kreativer Kopf, möchte sich deshalb verstanden wissen als Mittler zwischen den Kulturen und den Chinesischen Nationalcircus als Brücke zwischen den Menschen.

Geschichte

Unsere Shows im Laufe der Zeit

Das Fest des Chinesischen Neujahrs hat seit jeher im Reich der Mitte die Bedeutung von Weihnachten in unserem Kulturkreis. Das wichtigste Fest der Chinesen, dass vornehmlich die Familie zusammen verbringt.
Darum verwundert es auch nicht, dass das Produzententeam des Chinesischen Nationalcircus die große 30 Jahre Jubiläumsgala um das Thema CHINESISCHES NEUJAHR außer der Reihe extra für ein Weihnachtsgastspiel 2018 in Hannover mit außergewöhnlichen Talenten aus der südchinesischen Stadt Changsha entwickelt hat. 30 Meisterakrobaten der Hunan Acrobatic Troupe of China zeigen unter der Regie von Raoul Schoregge und in einer Choreografie von Sun Qing Qing ein besonderes Best of Programm aller legendären Highlights der Chinesischen Akrobatik. Eingebettet ist diese Symbiose aus atemberaubender Akrobatik und poetischem Tanz  in eine Geschichte, bei der die Mitglieder einer renommierten Chinesischen Circus Akademie aufgrund eines Bergrutsches nicht, wie eigentlich üblich zu ihren Familien reisen können und das Neujahrsfest zusammen in der Schule verbringen müssen. Dabei ergibt es sich, dass diese jungen Ausnahmeartisten sowohl ihren Job als auch die Kultur ihrer Heimat komplett neu erleben. Eine emotionale Entdeckungsreise zu sich selbst und den kulturellen Highlights der Chinesischen Geschichte.  
20.000 Zuschauer in nur 10 Tagen haben diese Show mit den Präsentationen & Interpretationen Chinesischer Parade  – Disziplinen wie  Kontorsion, Equilibristik, Schleuderbrett, Tellerjonglage, russischer Barren und Kung-Fu zu Weihnachten 2018 in Hannover mit stehenden Ovationen und nicht enden wollenden Beifall belohnt. Daher war es die logische Folge, diese Produktion nun in der Saison 2019/2020 auf eine Tournee genau zwischen Weihnachten und dem chinesischen Neujahrsfest zu schicken.

Kritiker hielten dieses Programm für die akrobatisch stärkste Präsentation chinesischer Circusshows der letzten 10 Jahre in Europa.

Begleitet wird dieses Feuerwerk der Artistik von der gelebten Einheit von Körper, Geist und Seele und der immer wieder klar ersichtlichen Aussage , dass man Gemeinsam stark ist und so der kollektive Teamspirit der Artisten in der präsentierten Rahmenhandlung und in der akrobatischen Realität im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzten kann.

Zum Jubiläum präsentiert der Chinesische Nationalcircus eine Show, die in den Attitüden dem weltberühmten Bauwerk gleicht. Groß, stark und majestätisch! Denn kaum ein anderes Bauwerk in China ist so sehr ein Synonym für die frühe Vorherrschaft der chinesischen Hochkultur, deren Auswirkungen sich ja ebenfalls in der Perfektion, der über 2.000 Jahre alten chinesischen Akrobatik widerspiegeln. 30 Top-Artisten mit 30 preisgekrönten Darbietungen zum 30er Jubiläum, und allen spezifischen inszenatorischen Errungenschaften der letzten 30 Jahre, werden jetzt aktuell in dieser Show um die GROSSE MAUER die Einmaligkeit der chinesischen Akrobatik zelebrieren. Ein artistisches Feuerwerk mit Geschichte und Geschichten des traditionellen Chinas rund um das größte sagenumwobene Bauwerk der Welt, entfalten sich in der gewohnt artifiziellen Symbiose aus spektakulärer Akrobatik, bezauberndem Tanz, ergreifendem Schauspiel, einfühlsamer Musik und humorvoller Poesie. Getreu der Devise, dass ein chinesischer Artist keinen Handstand macht, sondern der Handstand ist, bieten die Meisterakrobaten aus dem Reich der Mitte scheinbar grenzenlose Variationen der Artistik, beim Versuch die Schwerkraft aufzuheben. Als Mittelpunkt der Geschichte stellt die Mauer, als wohl deutlichste Darstellungsform einer Grenze, den passenden Kontrast zum unbeschreiblichen Tun der Künstler ohne Grenze.

Als 1989 der Wiener Multimediakünstler André Heller zum ersten Mal den Chinesischen Nationalcircus einem europäischen Publikum präsentierte ahnte sicherlich trotz des außerordentlichen Erfolges damals niemand, dass genau dieses Projekt in den folgenden drei Jahrzehnten die Menschen in Europa mit immer neuen Geschichten und akrobatischen Wundern so berühren würde. Es gibt im Entertainmentgeschäft kein vergleichbares Projekt mit diesem Phänomen. Diese besondere Erfolgsgeschichte setzte sich auch fort nachdem im Jahre 2000 der deutsche Regisseur, Clown und Kulturmanager Raoul Schoregge die Präsentation dieser Ausnahmekünstler aus dem Reich der Mitte übernahm und fand sogar im Jahre 2012 als offizieller Bestandteil des China Kulturjahres in Deutschland seinen vorläufigen kulturpolitischen Höhepunkt. So ist dann auch mit über 10 Millionen Zuschauern dieses Projekt nicht nur ein fester Bestandteil des europäischen Kulturlebens geworden, sondern ist so auch zweifelsohne ein uniques soziokulturelles Bindeglied zwischen Orient und Oxident. Chinas talentierteste und besten Akrobaten haben mit ihren Sensationen und der gelebten Einheit von Körper, Geist und Seele nun schon mehrere Generationen von Publikum verzaubert und mit ihrer Interpretation chinesischer Weisheiten diese auch nachhaltig berührt. Feiern wir also diesen runden Geburtstag als Zeichen einer Nachhaltigkeit und Beständigkeit in diesem sonst so schnelllebigen Entertainmentbereich.

In turbulenten Zeiten wie heute entstehen Balance und Perspektive fast nur noch durch die viel beschworene „EINHEIT VON KÖRPER GEIST & SEELE“, die wiederum auch seit jeher das Credo des Chinesischen Nationalcircus verkörpert und das einzigartige Markenzeichen seiner Ausnahmekünstler ist.

Die aktuelle Produktion THE GRAND HONGKONG HOTEL geht mit einer bezaubernden Kammerspielfassung der legendären chinesischen Akrobatik in die nächste Runde. Trotz der 120 erfolgreichen Gastspiele in ganz Europa in der Saison 2017 gib es immer noch Plätze, Städte und Theater, die man mit dieser Show bereisen, bespielen und begeistern kann.

Nachdem der Chinesische Nationalcircus in den letzten Jahren anhand von Geschichten in, mit und um legendäre Standorte, Städte und Metropolen Chinas, deren fremde & faszinierende Kultur einer breiten Besucherschicht hat erfolgreich zugänglich machen können, wollte man im Produzententeam um Raoul Schoregge an dieser Serie unbedingt festhalten. Daher folgte 2017 nach den Erfolgsshows wie Shanghai Nights, Verbotene Stadt und Chinatown folgerichtig der letzte noch fehlende Hotspot aus dem Reich der Mitte, HONGKONG als Thema eines verblüffenden Akrobatikmärchens.

Als Handlungsstrang der neuen Show – einer Metapher gleich – spiegelt sich diese spannungsgeladene Situation in einem alten viktorianischen Grandhotel wider, von dem aus sich Menschen aller Herren Länder aus verschiedensten Schichten und Epochen auf den Weg machen, in die mysteriöse, chinesische Kultur abzutauchen, um sie und sich zu erkunden, Geschäfte zu machen, Handel zu treiben oder um einfach das Glück zu finden. Die Magie des Fortschritts trifft auf die traditionell asiatische Poesie und ein erleichterndes Lachen folgt der akrobatischen Sensation.

Die typisch chinesischen circensischen Ingredienzien zwischen Tellerdrehen, Kontorsion und Vasenjonglage eignen sich hervorragend um dem staunenden Zuschauer durch die unbekannten Regionen, Geschichten und Bedeutungen dieses „duftenden Hafens, wie Hong Kong auf Chinesisch heißt, zu führen. Circus trifft Asien, Magie lässt staunen, Artisten verzaubern und die Clowns berühren. Die preisgekrönte Akrobatik aus dem Reich der Mitte wird wieder einmal die Gesetze der Schwerkraft aufheben. Wunderschöne Schlangenmädchen, elegante Handstandkünstler, charismatische Vasenjongleure, Clowns und Akrobaten finden sich wie Mosaikteilchen zu einem großen Ganzen im HONGKONG HOTEL zusammen und nehmen den Betrachter mit auf eine Reise.

Das Publikum erlebt eine kompakte, sympathische Weltklasse-Show aus atemberaubender Akrobatik, viel Gefühl, einer guten Prise Humor, Live-Musik, clownesker Poesie und der fremden, faszinierenden & alten Kultur Chinas auf dem Weg in die Moderne. Ein Erlebnis für die ganze Familie und ein Muss für jeden Circus- und Varieté-Fan.

China ist omnipräsent. Aus kaum einem Lebensbereich ist das Reich der Mitte jetzt noch wegzudenken. Konfuzianische Lebensweisheiten, Chinesische Küche, Kung Fu und selbst die atemberaubende Akrobatik flankieren den Siegeszug der chinesischer Kultur, während die Chinesen nicht mehr von der weltpolitischen Bühne wegzudenken sind und ihre wirtschaftliche Präsenz eindrucksvoller denn je ist. Vorreiter, Wegbegleiter und sogar Motor dieser friedlichen kulturellen Expansion waren die chinesischen Emigranten. In den vergangenen 250 Jahren ließen sie sich überall auf dem Globus nieder und gründeten in den Metropolen ihre eigenen Stadtviertel, hinlänglich als Chinatown bekannt.

Und so liegt es natürlich nah, dass ein Projekt, dass es sich zum Ziel gemacht hat, die chinesische Kultur einer breiten westlichen Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sich künstlerisch mit diesem Thema beschäftigt. Begleitet von dem circensischen Mittel des Staunens führt die neue Show des Chinesischen Nationalcircus den Betrachter in eine der vielen weltweiten verbreiteten Enklaven chinesischen Lebens. Die wohl besten Artisten der Welt trotzen wieder einmal den Gesetzen der Schwerkraft und überwinden die Grenzen menschlicher Anatomie. So gelingt es ihnen, sowohl ureigene Besonderheiten der Chinesischen Kultur zu zeigen als auch die spannenden Begegnungen mit der Fülle fremder Einflüsse szenisch darzustellen. Kultur & die Akrobatik stellen sich einem neuen, veränderten Umfeld in einer neuen, veränderten Zeit. Weiterentwicklung & positive Vermischung gewähren so NEUE Einblicke. Im Spannungsverhältnis zwischen Überliefertem und Fremdem entwickeln sich Konfrontation und Integration. So trifft auch die traditionelle chinesische Akrobatik auf innovative westliche Kunstformen, archaische Kampfkunst begegnet  Modern Dance und ehrwürdige fernöstliche Philosophie misst sich auf einmal mit abendländischen Fragestellungen, die geprägt von Nihilismus  bis hin zur Situationskomik sein können. Nie war Tradition moderner, und nie waren in der Moderne die traditionellen Wurzeln so deutlich. Auf ein Neues mit der atemberaubenden Artistik  der chinesischen Meisterakrobaten!

Kaum ein anderes Thema, respektive Bauwerk, steht so klar für die atemberaubende Geschichte Chinas und für die geheimnisvollen Geschichten aus dem Reich der Mitte. Nichts kann fast symbolischer oder sinnbildlicher sein für diese nicht enden wollende Faszination, an der Vielfältigkeit der chinesischen Kultur, als dieser gewaltige Gebäudekomplex in Peking. Die Anfang des 15 Jahrhunderts als Kaiserpalast der Ming- und Qing Dynastie erbaute Anlage erhielt den Namen „PURPURNE VERBOTENE STADT“ zum einen, da durch die Farbwahl Purpur als angebliche Farbe des Polarsterns im chinesischen Denken der Anspruch auf die zentrale Herschafft über das gesamte Universum manifestiert wurde und zum anderen, da durch das Attribut „verboten“ klar ausgedrückt wurde, dass niemand ohne Genehmigung des Kaisers den Palast betreten oder verlassen konnte. Über 500 Jahre hatte also kein normaler Mensch die Möglichkeit, in das Innere dieser kaiserlichen Machtzentrale zu gelangen. 

Diese Produktion des Chinesischen Nationalcircus der Saison 2014-2015 öffnete den Zuschauer die Tore um hinter die hohen Palastmauern zu gelangen und gewährte ihm so einen tieferen Einblick in die chinesische Kultur, mit ergreifenden Geschichten zwischen Kaisern, Konfuzius, Karma & Konkubinen.

Adäquat zum pompösen Thema der Show schafften große Bilder den erneuten Einblick in eine fremde Kultur, getragen von der spektakulären legendären chinesischen Akrobatik, die sich ja selbst einst an der besagten Wirkungsstätte VERBOTENE STADT von einer folkloristischen Teehausdarstellung zur höfischen Kunst der Kaiser entwickelt hatte.

Zum 25 jährigen Jubiläum des CHINESISCHEN NATIONALCIRCUS wartete das Ausnahmeensemble aus dem Reich der Mitte unter Führung des deutschen Produzenten Raoul Schoregge mit einem neuen Programm auf. Im Mittelpunkt stand die Weltmetropole SHANGHAI als Inbegriff des Wandels Chinas zur Neuzeit.

Das Shanghai der 30er und 40er Jahre im Zwanzigsten Jahrhundert, auch Paris des Orients genannt, war ein boomender MELTING POT verschiedenster Kulturen, Nationalitäten und globaler Modeerscheinungen. Als aufstrebende Hafenstadt an den Herzschlag der sich neu ordnenden Welt angeschlossen öffnete sich hier schrittweise die über Jahrtausende unberührte chinesische Kultur. Noch tief verankert in Tradition und Konvention passte sich hier zum ersten Mal die alte Kultur einer neuen Weltanschauung an. „East meets West“ – Alt trifft Neu  – und so entstand ein ganz neuer Zauber, der in seiner Vielfältigkeit auch wegweisend für Chinas „langen Marsch“ in die Neuzeit war. Diese besondere chinesische Geschichtsepisode machte natürlich auch nicht vor der Akrobatik halt. In den zahlreichen Teehäusern, den großen Theatern und den teilweise anrüchigen Varietés wurden Tradition und Innovation kombiniert und es entstand so auf dem Fundament des Altbewährten und Herkömmlichen eine neue Darstellungsform, die neben den Einblicken in eine fremde reiche Kultur auch den neuen kulturellen Freiheitsdrang der Menschen wiedergab. Das junge Ensemble der Ausnahmeartisten aus dem Reich der Mitte stellt diese Wandlung auch in der Show durch seine bewährten und einmaligen Akrobatikversionen dar. Weiterhin wurden so Kultur & Geschichte Chinas greifbar durch atemberaubende Akrobatik, poetische Momente und die artistische Aufhebung der Schwerkraft interpretiert. „Menschen müssen sich verändern um sich selber treu zu sein.“ Das alte China öffnet sich an diesem Punkt und hebt dadurch noch einmal seine eigene kulturelle Basis als Stärke hervor. Wandeln mit den besten Akrobaten Asiens durch die Impressionen einer fremden Kultur und sich zwischen den verschiedensten Zeiten & Welten verzaubern.

Von der Reaktion des Publikums und auch von den Presselobeshymnen her war diese Tournee sicher eine der erfolgreichsten des CHINESISCHEN NATIONALCIRCUS ever. Die Kombination dieser schnellen jungen Show choreographiert von Sun Qing Qing und inszeniert von Raoul Schoregge mit einem unglaublichen Klangteppich des grandiosen Konstantin Weckers vor dem Bühnenbild des Malers Günter Schoregge traf voll ins Schwarze und somit ging das Konzept verschiedene Kulturen im Sinne der Wahrheitsfindung voll und ganz auf. Ob in Deutschland, Holland, Tschechien oder gar in der Schweiz. Auch Besuchermäßig konnte man auf dieser Tournee mit dem einen oder anderen Rekord aufwarten. So hatten wir alleine in der einen Woche Tschechien 18.000 Besucher. Das ist sagenhaft und verlieh dem Ensemble, was aus jungen Künstlern aus Peking, Tianjin, Shenyang; Harbin und Zi Gong bestand im wahrsten Sinne des Wortes Flügel. Niemals zuvor war ein Titel unserer Shows auch so sehr Programm für das Leben auf Tournee und auch für die Aktionen eines jeden Einzelnen.

Feng Shui ist die uralte chinesische  Lehre von einem erfüllten Leben. Ihm zu Grunde liegt der Gedanke,  dass  Leben grundsätzlich geprägt ist durch die natürliche Ordnung aller Dinge –  immer und überall. In einer kosmischen Grundordnung ist das Ziel die Harmonie des Menschen mit seiner Umwelt. Beweise dieser althergebrachten Lebenseinstellung finden sich in der chinesischen Kultur seit je her und bis in die heutige Zeit hinein. So ist bekanntlich auch die chinesische Akrobatik gekennzeichnet durch die schon sprichwörtliche Einheit von Geist und Körper. Nur der absolute Einklang des Artisten mit sich und seinem Tun ermöglicht die bewunderten absoluten Spitzenleistungen, so dass gelten kann:

Ein chinesischer Akrobat macht keinen Handstand – er ist der Handstand!

Die Produktion „Feng Shui“, konnte somit mit ihren waghalsigen akrobatischen Kunststücken und ihren poetischen Szenen als Metapher gelten füralles, was das traditionelle Lebensprinzip meint zu vermitteln. Dem Zuschauer wurde wieder einmal durch die 120 Minuten akrobatischer Höchstleistung mit dieser Show vor Augen geführt, dass nichts für sich steht, alles ein Teil des Ganzen und im Einklang sein muss. Ein Circusprogramm als Vermittler fernöstlicher Weisheiten und als atemberaubende Unterhaltung zugleich! Diese Show bewegte. Artisten und Publikum zugleich!

Danke an das Publikum und unsere Meisterartisten.

Eine Artistin jongliert gleichzeitig 5 Teller an ihrer linken Hand und 5 Teller an ihrer rechten Hand, während sie sich mit dem ganzen Körper um ihre eigene Achse dreht, um mit dem Mund eine Rose aufzuheben, die hinter ihr an ihrer Ferse liegt. Dieser außergewöhnliche Trick einer Akrobatin des Chinesischen Nationalcircus scheint dem europäischen Zuschauer unerreichbar bei einem menschlichen Körper, sei dieser auch noch so durchtrainiert. Und doch wird diese Pose, bei der genauso wie bei allen weiteren Darbietungen die physikalischen Gesetzmäßigkeiten aufgehoben scheinen, immer wieder mit einem Lächeln, leicht und wie selbstverständlich präsentiert.

Indem Grenzen überschritten werden, wird etwas Unfassbares geschaffen.

Grenzen wurden ebenfalls überschritten bei den Bemühungen der Menschen, die sich vor Hunderten von Jahren einen Weg von Europa nach China bahnten und ebenso von China nach Europa, einen Weg, der dann für lange Zeit zur Hauptschlagader der Zivilisation wurde.

Dieser Weg, die Seidenstrasse, hat bis zum heutigen Tage kaum etwas an seiner Faszination sowie seiner realen und sinnbildlichen Bedeutung verloren. Getreu der alten Zen-Weisheit, dass ein Weg nur ein Weg wird, wenn jemand ihn geht, haben Generationen diesen Weg genutzt, um nicht nur die vielfältigsten materiellen Güter, sondern ebenso Gedanken-Gut wie Religion und Kunst und Ideen von West nach Ost oder von Ost nach West zu transportieren.

Auf diesem uralten Karawanenweg begleitet die neue Show des Chinesischen Nationalcircus den Zuschauer und führt ihn mitten hinein ins Reich der Mitte. Weltklasse-Akrobaten begleiten ihn und lassen ihn Schritt für Schritt die fremde fernöstliche Kultur und Tradition spüren und bestaunen. Das geheimnisvolle Fremde wird den Zuschauer nicht nur faszinieren, er wird in der „Begegnung“ auf der Seidenstraße auch viele menschliche Gemeinsamkeiten erkennen. So wandert er nicht nur von West nach Ost, sondern auch von Ost zurück –  zu sich.

Nach 22 erfolgreichen Jahren in Europa zeigt der Chinesische Nationalcircus erstmals den Weg zu seinen geographischen, historischen und mentalen Wurzel, indem er erneut einen spannenden Mix aus spektakulärer Artistik, der gelebten Einheit von Körper, Geist & Seele und Faszination einer fremden Hochkultur präsentiert.

In den letzten Jahren hat der Chinesische Nationalcircus seine verschiedenen Programme immer mit außergewöhnlichen Musikfarben versehen. Ein die Intention unterstützender Klangteppich war somit immer ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkunstwerkes. Zur aktuellen Tournee spiegelt das neue Audiokonzept, wie kaum zuvor, den inhaltlichen Schwerpunkt, die Reise von Europa nach China wieder. Die Gruppe Farfarello schuf das musikalische Fundament für dieses sinnliche Abenteuer. Die Musik der Band um den Teufelsgeiger Mani Neumann verkörpert seit fast 30 Jahren die Klänge Europas in den verschiedensten Facetten.

Folgen Sie auch in diesem Jahr virtuoser Musik und den besten Artisten der Welt in einer zweistündigen Reise auf diesem Weg. Dann werden Sie gemeinsam mit unseren Ausnahmekünstlern erleben, dass dieser Weg garantiert das Ziel ist!

Die Geschichte des Pandabären in China und Geschichten über den Panda bildeten den inhaltlichen Schwerpunkt dieser Produktion des Chinesischen Nationalcircus. Genauer gesagt war es die Geschichte eines kleinen Mädchens welches von einer Pandabärin aufgezogen wurde und nach der Rückkehr zu den Menschen sich erneut auf die Suche ihrer Pandamutter macht. Als sie sie wieder findet erkennt sie, dass die Mutter sogar ein kleines Pandababy geboren hat. Nachdem später die Pandamutter von Menschen getötet wird übernimmt das Mädchen die Verantwortung und zieht das Pandababy groß. Diese rührende Geschichte ummantelte ein Circusprogramm voll Akrobatik, Poesie, Tanz und Clownerie. Herzstück der Akrobatengruppe bildete das mittlerweile gegründete eigene feste Gala – Ensemble des Chinesischen Nationalcircus bestehend aus 15 jungen Akrobaten der besten Zirkusschule Chinas. Dazu kamen weitere Artisten von der HEBEI ACROBATIC TROUPE OF CHINA und der sehr speziellen INNER MONGOLIA ACROBATIC TROUPE OF CHINA. 

Nachdem nun bei den letzten Erfolgsshows Buddha, Konfuzius und Tao die drei wesentlichen spirituellen Säulen Chinas Themenschwerpunkt waren, fokussierte sich bei der Show „IM ZEICHEN DES PANDA“ alles um die Galionsfigur der chinesischen Mythologie, den Pandabären.

Im Mittelpunkt der chinesischen Artistik stand seit jeher der Mensch und alles das, was der Mensch mit seinem bloßen Körper machen kann. Die Darstellung von Fabelwesen und Tieren gehört schon seit zwei Jahrtausenden zum Repertoire der chinesischen Akrobaten. Neu war nun, dass diese Technik umgewandelt wurde, um auch den PANDA wieder zu neuem Leben auf der Bühne zu erwecken. Einmalig also, dass ein Tier im Mittelpunkt stand beim wohl bekanntesten tierlosen Circus der Welt, welches aber durch die Darstellung der chinesischen Künstler noch nie tierischer, sympathischer und akrobatischer zu sehen war.

Basierend auf den positiven Erfahrungen aus der „Tao“ Tournee ist das Konzept mit dem zusätzlichen europäischen Clown weitergeführt worden. In dieser Show spielte niemand geringerer als der Chef selber, der Produzent Raoul Schoregge als Reminiszenz an seinen alten Beruf die Rolle des Clown.

Der Weg des Tao ist ein spiritueller Weg, der schwerlich allein durch Worte und Begriffe ausgedrückt werden kann. Deshalb ermöglichten es die akrobatisch erzählten taoistischen Weisheiten in diesem Programm dem Publikum vom Geschmack des ursprünglichen und spirituellen Chinas zu kosten. Der Chinesische Nationalcircus komplettierte mit dieser Artistikproduktion nun nach „BUDDHA“ und „KONFUZIUS“ die Troika der drei wesentlichen spirituellen Säulen in der Gesellschaft und Geschichte Chinas. Der Taoismus ist eigentlich Philosophie und wird aber auch als Chinas eigene und authentisch chinesische Religion angesehen. Somit wird der Taoismus zu einem der wichtigen  Elemente in der Entwicklungsgeschichte Chinas, die wesentlich das legendäre Reich der Mitte geprägt haben und noch bis heute erkennbar sind. Tao ist der Weg, der die Schönheit des Lebens sieht und eben mit diesen Mitteln diese zur Entfaltung bringen will. Es gibt ja kein schlechtes Wetter solange man die richtige Kleidung hat! Folglich gibt es auch keine schlechten Zeiten solange man die richtige Geisteshaltung, das passende Umfeld und natürlich die richtige Show zur Verfügung hat! Die Show „TAO“ bot nicht nur Akrobatik der Weltspitze gekoppelt mit neuerlichen Einblicken in die faszinierende Kultur Chinas, nein, darüber hinaus übertrug sie erstmals durch ein Wechselspiel zwischen heilvoller Meditation, atemberaubender Artistik, temperamentvollem Tanz, berührender Clownerie und gehaltvoller Philosophie Kraft, Freude, Harmonie als auch Zuversicht an das Publikum. Circus, Theater, Unterhaltungskunst mit bleibender Wirkung und als Impulsgeber. Zu den Akrobaten von der SHENYANG ACROBATIC TROUPE OF CHINA gesellten sich einzelne Ausnahmetalente aus WEIHAI, ANHUI und TIANJIN als auch ein Clown aus Spanien, Totti Alexis. Erstmal wurde der Ordnung der chinesischen Akrobaten eine clowneske Unordnung entgegengesetzt. Dieses Konzept war ein Schritt nach vorn. Der Clown als Bindeglied zwischen Publikum und Bühne, zwischen China & Europa.

Die Geschichte der chinesischen Artistik ist alt, sehr alt – mehr als 2000 Jahre liegen ihre Anfänge zurück. Anfangs galt es zuerst Gott, dann den  Kaiser und seinen Hofstaat zu erstaunen. Demgegenüber ist die Geschichte des Chinesischen Nationalcircus vergleichsweise jung obwohl sie sich stets auf die Tradition dieser alten chinesischen Kunstform „Akrobatik“ besonnen hat. So stand auch die neue Produktion im Jahre 2008-2009 KONFUZIUS ganz im Zeichen dieser Tradition. Zugleich konnte das Produktionsteam allerdings mit einigen Neuerungen aufwarten. Zum einen wurde von deutscher Seite zum ersten Mal mit einer eigenen Choreographin gearbeitet. Suchte man sich zwar als Partner wieder einmal die renommierte Shenyang Acrobatic Troupe of China aus, so wurde doch bei der Umsetzung der künstlerischen Ideen sehr darauf geachtet, dass dieses in enger Abstimmung mit den Vorstellungen des deutschen Produzenten ging. Dafür wurde die chinesische Ausnahmeartistin und Choreographin Sun Qing Qing engagiert, die somit als ein perfektes Bindeglied zwischen den Anforderungen aus deutscher Sicht und den Möglichkeiten in China vermitteln konnte. Dieses neue Konzept war notwendig geworden um auch den gewachsenen Ansprüchen an die Show als Gesamtkunstwerk gerecht werden zu können. Außerdem hatte in diesem Jahr Produzent und Regisseur Raoul Schoregge eine sehr besondere Musik zu der Show geplant. Der gesamte Soundtrack wurde vom ebenfalls auch aus Shenyang stammenden Pianisten Lang Lang präsentiert. Ausschnitte aus seinen zwei erfolgreichen China CDs „Dreams of China“ & „Dragon Songs“ ließen einen außergewöhnlich poetisch und zugleich kraftvollen Klangteppich für diese Akrobatik Show entstehen. So wurde das Leben des alten Weisen KONFUZIUS nicht nur akrobatisch wieder zu neuem Leben erweckt sondern auch durch das Zusammenspiel von Musik, Tanz und Kostümen.

Zum besseren Verständnis doch zuerst einmal in Kürze die historische Fakten zu der Titelfigur: Konfuzius entstammte einer niederen Adelsfamilie aus Qufu in der Provinz Shandong, wo er 551 v. Chr. geboren wurde und nach langen Wanderjahren 479 v. Chr. auch starb. Sein eigentlicher Rufname war Qiu (Erdhügel) bzw. Zhongi, was soviel wie der ‚Zweitälteste Sohn Ni’ bedeutet. Die Bezeichnung Konfuzius stammt aus der Lateinisierung von Kong Fuzi (Lehrer Kong) durch die Jesuiten, von den Chinesen wird Konfuzius meisten nur Kongzi (Meister Kong) genannt.
Als „Lehrer der 10 000 Generationen“ ist Konfuzius in China bekannt. Der Denker, der China, ja ganz Ostasien am nachhaltigsten geprägt hat und noch prägt, ist er auf jeden Fall, obwohl er kein eigenes Werk hinterlassen hat, sondern seine Schüler seine „Gespräche“ gesammelt und nach seinem Tode veröffentlicht haben. Meister Kong wurde auch nicht angebetet, man verehrte ihn. Eine Religion wollte Konfuzius nicht gründen, seine Lehre kreiste ausschließlich um die Menschen auf dieser Erde und ihr Verhältnis zueinander. (Gerade seine pragmatische Grundhaltung erleichtert heute die Integration des konfuzianischen Gedankenguts in die chinesische Weltsicht und stellt dem derzeitigen ungezügelten Kapitalismus eine soziale Ethik entgegen.)

Doch was hatte im Jahre 2008 eine moderne  Show mit einem uralten chinesischen Philosophen zu tun? Eigentlich nichts. Im Fall dieses besonderen Programms allerdings eine Menge. Die allseits bekannten „Sprüche“ begleiteten nicht nur die einzelnen atemberaubenden Acts, sondern sie belegten diese, sie waren quasi eine Erklärung für die Höchstleistungen der Artisten – frei nach einer konfuzianischen Weisheit: „Bevor du beginnst, musst du Herz, Hand und Gedanken in allen Muskeln haben.“ 
Auf eine unglaubliche Weise hatten die Artisten ihren Körper mit all den Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenken im Griff, ihr Tun hatte in all der Leichtigkeit weniger mit Kunstturnen als mit Kunst zu tun. Nichts von Gewaltakt, Schweißtreiberei und Atemlosigkeit zeigte sich. Keine sich aufplusternde Bizepswölbung ermöglichte die scheinbare Federleichtigkeit, sondern eine unglaubliche Disziplin und eine eigentümliche spirituelle Energie. So gesehen, bestätigte die Show „KONFUZIUS“ die alte Weisheit: Allein die Balance der Kräfte führt zur Harmonie. Eine Tugend von konfuzianischem Format! Die Show„KONFUZIUS“ war somit eine Stimmung, war ein Geisteszustand – wie die chinesische Artistik selbst. Nie zuvor war eine chinesische eigentlich „mainstream orientierte“ Zirkusveranstaltungso artifiziell und trotzdem so erfolgreich. Besucherrekorde in Belgrad mit 8000 Personen pro Show waren Zeugnis davon, genau wie die Aufzeichnung der ganzen Show für den italienischen Fernsehsender RAI 3 in Rom im Mai 2009.

Längst schon hatte sich 2007 der Chinesische Nationalcircus einen festen Platz im europäischen Kulturleben erobert. Hierzu hat nicht nur das allgemeine Interesse an fernöstlicher Exotik beigetragen, sondern an erster Stelle waren und sind es die unvergleichbaren artistischen Höchstleistungen  der Ausnahmekünstler aus dem Reich der Mitte. So konnte man,  was den Erfolg und die Akzeptanz angeht, wahrlich nicht von einer Eintagsfliege sprechen. Denn es schien, dass sich diese Tradition europaweit fortsetzen ließe, wenn man dem Publikum weiterhin spannende Geschichten und atemberaubende Akrobatik liefern würde. Dazu kam dann noch das wachsende Interesse an China selbst und die stetige Frage der Endverbraucher vor dem Hintergrund des rasanten Aufstiegs der Volksrepublik China: „Warum sind die Chinesen so wie sie sind?“ Antwort darauf gibt sicher eine der spirituellen Säulen Chinas, der Buddhismus dachte sich Raoul Schoregge und entschied sich, inspiriert durch einen nächtlichen Besuch in einer Gebetszeremonie in einem buddhistischen Tempel in Chengdu im November 2006, dieses Thema einmal akrobatisch aufzugreifen.

Das bewährte Erfolgsrezept des Chinesischen Nationalcircus fand also seine Fortsetzung erneut mit einem Spitzenensemble der TIANJIN ACROBATIC TROUPE OF CHINA in der neuen Show BUDDHA. Geboten wurden aufs Neue Einblicke in die geheimnisvolle und fremde Kultur Chinas, begleitet von dem unermesslichen Reichtum buddhistischer Weisheiten & Einsichten.
Schon lange waren fernöstliche Weltanschauungen nicht mehr auf Asien begrenzt.
Und besonders der Buddhismus mit seiner  zweieinhalbtausendjährigen ununterbrochenen Überlieferung fand 2007 und findet immer noch zunehmend im Westen größten Anklang. Dies wohl auch deshalb, weil er sich an alle suchenden Menschen wendet, unabhängig von Nationalität und sozialer Herkunft. Er weist ihnen Wege aus Leid und Unvollkommenheit hin  zu Harmonie und  Glück. 
Das Zaji, wörtlich: die „vermischten Künste“,  kann  auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken und bedeutet: die Vielfalt von kunstvollen Darbietungen des Körpers und des Geistes. Dazu gehören Tanz und Musik, Akrobatik, Zauberei und Poesie. Und dazu sind nötig: höchste Willensstärke und weiterhin mentale wie körperliche Überlegenheit und Demut gleichzeitig. Im alten China war die Artistik ein Symbol für die Beherrschung von Körper und Geist; Vollkommenheit erlangt nur der, dem es gelingt, sich ganz in seine Aufgabe zu versenken. So entspricht sie auch heute noch den Idealen des Buddhismus und auch den Anforderungen an den modernen (westlichen) Menschen. „Feste Entschlossenheit und Klarheit im Innern, sanfte Anspannung und Stärke im Äußern, das ist der Weg, etwas zu erreichen.“

So wurde die Show BUDDHA , wie die anderen Shows zuvor, zum Erfolg getragen von den atemberaubenden Leistungen der chinesischen Spitzenkünstler aus der Metropole Tianjin, eine der großen traditionellen Artistenschulen des Landes deren Absolventen seit Jahren weltweit zur Elite gehören und die somit regelmäßig auf allen großen Circusevents- wie dem „Festival von Monte Carlo“ oder dem Pariser Nachwuchsfestival „Circus von Morgen“ –  präsent waren und sind. 

Niemals zuvor waren die Grundessenz der Akrobatik und auch das Thema der Show so immanent. Dieser Zusammenhang wird deutlich durch die folgende buddhistische Weisheit:

„Große Vollendung muss wie unzulänglich erscheinen, 
so wird sie unendlich in ihrer Wirkung.
Große Fülle muss wie strömend erscheinen, 
so wird sie unerschöpflich in ihrer Wirkung.
Große Geradheit muss wie krumm erscheinen.
Große Begabung muss wie dumm erscheinen.
Große Beredsamkeit muss wie stumm erscheinen. 
Bewegung überwindet die Kälte. 
Stille überwindet die Hitze.
Reinheit und Stille sind der Welt Richtmaß.“

Diese Show bespielte erfolgreich im Zeitraum vom Dezember 2007 bis Mai 2008 Länder wie Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Schweden, Luxemburg und Kroatien.

Von Anfang Dezember 2006 bis Ende April 2007 war der Chinesische Nationalcircus aufs Neue in ganz Europa unterwegs um sein Publikum mit einer außergewöhnlichen Interpretation fernöstlicher Geschichte zu fesseln. Das neue Programm mit dem Titel MARCO POLO bot eine Entdeckungsreise durch das Reich der Mitte, gesehen mit den Augen eines der ersten  Europäer, der vor 800 Jahren fast zwei Jahrzehnte in China verbrachte. Der Venezianer MARCO POLO hat mit der vielleicht berühmtesten Entdeckungsreise aller Zeiten und  mit seinem Reisebericht bei den Europäern von jeher die Sehnsucht nach den Geheimnissen und Reichtümern Ostasiens und zugleich Interesse an der faszinierenden Kultur geweckt. China mit seiner Geschichte, seiner  Tradition und in seiner Fremdheit  erfahrbar zu machen, das war die Motivation bei der Entwicklung dieser Show. Das Ergebnis war eine Reise ins traditionelle Kaiserreich China, begleitet von MARCO POLO, dargestellt durch einen deutschen Schauspieler. Neue Interpretationen der chinesischen Artistik, dargestellt durch die renommierte TIANJIN ACROBATIC TROUPE OF CHINA garantierten auch, dass neben dem geschichtlichen und inszenatorischen Anspruch die akrobatische Leistung auf absolutem Spitzenniveau präsentiert werden konnte. Der Soundtrack wurde von der chinesischen Folk – Pop Gruppe DONG FANG dazugesteuert. Ausgefallenes Kostümdesign, die Moderation durch einen Schauspieler in der Rolle des Marco Polo, hochqualitative Akrobatik und eine mitreißende Musik ließen diese Produktion einen neuen Meilenstein in der Geschichte des Chinesischen Nationalcircus sein. Neben Deutschland bereiste diese Produktion ebenfalls sehr erfolgreich Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Slowenien, Kroatien und Serbien.  

Ein gelungenes Ganzes ist bekanntlich mehr als die Summe seiner Teile, so kommt man mit einer bloßen Addition nur ansatzweise dem nahe, was MARCO POLO den Zuschauern wirklich bedeutet hat. So schrieb uns auch ein Zuschauer folgende Beschreibung seines Erlebten nach dem Besuch der Show: „Eine Schöpfung aus Akrobatik und Lied, Geschichte und Traum, Kampf und Liebe, Stürmen und Schweben, Licht und Farbe, Körper und Geist.“

In den großen Erfolgsshows des Chinesischen Nationalcircus bis zum Jahre 2005 standen bisher männliche Helden im Mittelpunkt: „Konfuzius“ war gleichsam das Sprachrohr für die unermessliche Fülle fernöstlicher Weisheiten, „Dschingis Khan“ und seine wilden Horden symbolisierten Ursprünglichkeit und Erdverbundenheit und „Der Letzte Kaiser“ stellte den Angelpunkt zwischen Tradition und Moderne in China dar.

In der Saison 2005/2006 widmete sich der Chinesischen Nationalcircus mit „Mulan“ erstmals einer chinesischen Heldin, dem legendären Mädchen Mulan. Jedes Kind in China kennt dessen Geschichte: Als China durch die Hunnen bedroht wird  und der Kaiser deswegen Soldaten braucht, will Mulan  für den alten und gebrechlichen Vater in den Krieg ziehen und verkleidet sich als Mann. Unentdeckt meistert Mulan mit Verbissenheit und Klugheit alle Schwierigkeiten in der Truppe und kann so mit Köpfchen und Geschick das Land und die Ehre der Familie retten.

Ein ausdrucksstarker Charakter, eine mitreißende Geschichte – Girl Power auf fernöstlich! Geschicklichkeit und Mut, das sind die Eigenschaften, die das chinesische Mädchen  überleben lassen – Geschicklichkeit und Mut waren  auch erforderlich für die artistischen Höchstleistungen in „Mulan“, die von der berühmten SHENYANG ACROBATIC TROUPE OF CHINA präsentiert wurden. Erstmals wurde für eine Show des Chinesischen Nationalcircus die Musikfarbe komplett konzeptionell geändert. Zu den fernöstlichen Bewegungen und Akrobatikelementen setze Raoul Schoregge bewusst konträr die europäische klassische Musik. So bekam dann durch deren Leichtigkeit die Einheit von Körper, Geist und Seele eine ganze neue Bedeutung. Eingespielt wurde der Soundtrack von der Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz. MULAN war Kulturaustausch der besonderen Art und entwickelte den Freundschafts- und Friedensgedanken des gesamten Projektes „Chinesischer Nationalcircus“ um ein gutes Stück weiter.

Genau 2132 Jahre hat das chinesische Kaiserreich bestanden und es gab Epochen des Verfalls, aber auch immer wieder glanzvolle Perioden.
Der Zeitraum, seitdem fernöstliche Artistik die Menschen im Westen begeistert, ist- daran gemessen- deutlich kürzer: sie sorgte mit ihren Produktionen im Jahr 2004 erst seit gut einem Vierteljahrhundert für ein begeistertes Publikum und für Furore bei den Kritikern.

Die lange Geschichte des Kaiserreiches hat einen Anfang und ein Ende und beide tragen Namen: den Beginn machte als Erster Kaiser Quin Shiuangdi aus dem dritten Jahrhundert vor Christus. Und das Ende der Letzte Kaiser Pu Yi. Er wurde 1908 im zarten Alter von drei Jahren zum „Sohn des Himmels“ erkoren und musste nach drei Jahren abdanke. Gerade sein Schicksal verinnerlicht auf eindringliche Weise sowohl das Festhalten an alten Werten als auch gleichzeitig den Aufbruch Chinas in die Moderne.

Auch die Artistik aus dem Reich der Mitte ist davon geprägt und genau das hat man versucht in dieser Show zu zeigen. China, ein Land mit Jahrtausend alter Kultur an der Schwelle zum Aufbruch in die Neue Zeit. Das alles symbolisiert durch den letzten Kaiser Chinas. Inszenatorisch ist es mit der „Inner Mongolian Troupe of China“ gelungen genau diese Diskrepanz zwischen dem alten & neuen China auszudrücken.

Seit über einem Vierteljahrhundert begeisterte fernöstliche Artistik zu diesem Zeitpunkt 2003 schon die Menschen aller  Altersgruppen und aller sozialen Schichten und sorgte für ausverkaufte Häuser auf dem europäischen Kontinent. Millionen von Besuchern des Chinesischen Nationalcircus bestaunten die vollendete Einheit von Geist, Körper und Seele. An diesem Moment schien es dem Produzenten – Team um Raoul Schoregge wichtig neben der Spitzenakrobatik der Chinesen auch etwas über deren reichhaltiger Kultur zu vermitteln. Ein neues Konzept war geboren. Man fing an den Shows Namen und Themen zu geben. Geschichten aus China und Chinesische Geschichte wurden so erzählt. Den Anfang machte die Show DSCHINGIS KHAN – Eine Mongolische Faszination. Bezug wurde bei dieser Show auf den Jahrhunderte langen mongolischen Einfluss auf die Chinesen genommen, der mit dem sagenumwobenen Dschingis Khan begann. 

Wir machten mit dieser Show eine Zeitreise ins dreizehnte Jahrhundert und kehrten zunächst inhaltlich dem „Reich der  Mitte” und  der  „Großen Mauer“ den Rücken und begaben uns mental in die Weiten der Mongolei. Die Innere Mongolei ist immer noch einer der größten Provinzen Chinas. 

Auf diese archaische Welt mit den vielen Mythen um ihren legendären  Helden traf nun  der Zuschauer in einem neuen circensischen Programm. Mit der Produktion „Dschingis Khan“ gelang es erstmalig dem  Chinesischen Nationalcircus einen unterhaltsamen Einblick in eine fremde Kultur mit atemberaubender Artistik und gewagter Akrobatik zu verbinden. Szenen der Jagd oder des Krieges, als Tanz stilisiert, rissen den Zuschauer mit und rhythmisch aufpeitschendes Trommeln ließ ihn die heranstürmende Reiterhorden gleichsam spüren. Das neue Konzept ging auf und wies dem Chinesischen Nationalcircus einen neuen und eigenen Weg.

Nachdem nun die erste wirklich ausgedehnte Theater- und Hallentournee nach langer Zeit des Chinesischen Nationalcircus einen so ungeheuren Erfolg beim Publikum und den Medien in Europa hervorgebracht hatte war die Entscheidung schnell getroffen eine zweite große Tournee zu präsentieren. Neue Tournee bedeutete auch neue Artisten, neue Acts und neue Wunder. Mit der Dalian Acrobatic Troupe of China wurde eine der bekannten Akrobatikschulen Chinas verpflichtet das Lable des Chinesischen Nationalcircus angemessen auszufüllen. Dalian ist eine 5 Millionen Metropole am Gelben Meer, die in der Geschichte der Volksrepublik schon sehr erfolgreiche Artisten hervorgebracht hatte. So wurde auch diese Tournee, die vom 03.10.2002 bis zum 06.04.2003 andauerte ein großer Erfolg. Diese Tournee war die letzte der herkömmlichen Präsentation in der ganz und alleine die Artistik als solche im Mittelpunkt stand. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Tourneen immer wieder mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten versehen, die neben der Akrobatik auch noch Einblicke in die vielseitige und unbekannte Geschichte Chinas lieferten.

EUROPATOURNEE 2001 / 2002 DAS SCHWIERIGSTE & FARBENPRÄCHTIGSTE AKROBATIKPROGRAMM

Der Circus aus China macht wieder Theater

Die Einheit von Körper, Geist & Seele kehrt zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nach über 12 Jahren Abstinenz und Gastspielen in Circuszelten kehrte im Herbst 2001 der Chinesische Nationalcircus zurück an den Ort an den er auch gehört: Auf eine Bühne, in ein Theater. Denn die chinesische Circusproduktionen sind für eine Guckkastenbühne konzipiert und benötigen eigentlich zur wahren Entfaltung Gassen und die seitlichen Aufgänge genau wie die Oper oder das Ballett. Dieses konnte nun erstmals wieder zelebriert werden in einer Tournee vom 01.09.2001 bis zum 22.06.2002 durch ganz Deutschland und Österreich. Nachdem die Organisatoren ebenfalls bei der Auswahl der Gastspiele durch das Infrastrukturproblem Zelt in den Vorjahren sehr eingeschränkt waren was die Vielseitigkeit der Gastspielorte betraf konnte man nun in dieser Tournee erstmals wirklich flächendeckend die Zuschauer mit dem Virus der „chinesischen Akrobatik“ infizieren. Ob Köln oder Gütersloh, überall konnte diese Kunst präsentiert werden auf den Bühnen der Theater und Stadthallen. Inhaltlich stand in diesem Jahr im Mittelpunkt die Tianjin Acrobatic Troupe of China, die ein Medley aus allen wesentlichen Sparten der chinesischen Akrobatik boten. Akrobatischer Höhepunkt war die Präsentation der Drei –  Mädchen – Kontorsionsnummer mit den vielfach ausgezeichneten Artistinnen Sun Qing Qing, Tian Pei Pei und Liu Yong. Europa wurde von dieser gelebten mentalen und körperlichen Kraft verzaubert. Der Grundstein der neuen Erfolgsgeschichte des Chinesischen Nationalcircus war gelegt.