Europatournee 2007 / 2008

Buddha

Artistische ZENsation zum Sinn des Lebens

Längst schon hatte sich 2007 der Chinesische Nationalcircus einen festen Platz im europäischen Kulturleben erobert. Hierzu hat nicht nur das allgemeine Interesse an fernöstlicher Exotik beigetragen, sondern an erster Stelle waren und sind es die unvergleichbaren artistischen Höchstleistungen  der Ausnahmekünstler aus dem Reich der Mitte. So konnte man,  was den Erfolg und die Akzeptanz angeht, wahrlich nicht von einer Eintagsfliege sprechen. Denn es schien, dass sich diese Tradition europaweit fortsetzen ließe, wenn man dem Publikum weiterhin spannende Geschichten und atemberaubende Akrobatik liefern würde. Dazu kam dann noch das wachsende Interesse an China selbst und die stetige Frage der Endverbraucher vor dem Hintergrund des rasanten Aufstiegs der Volksrepublik China: „Warum sind die Chinesen so wie sie sind?“ Antwort darauf gibt sicher eine der spirituellen Säulen Chinas, der Buddhismus dachte sich Raoul Schoregge und entschied sich, inspiriert durch einen nächtlichen Besuch in einer Gebetszeremonie in einem buddhistischen Tempel in Chengdu im November 2006, dieses Thema einmal akrobatisch aufzugreifen.

Das bewährte Erfolgsrezept des Chinesischen Nationalcircus fand also seine Fortsetzung erneut mit einem Spitzenensemble der TIANJIN ACROBATIC TROUPE OF CHINA in der neuen Show BUDDHA. Geboten wurden aufs Neue Einblicke in die geheimnisvolle und fremde Kultur Chinas, begleitet von dem unermesslichen Reichtum buddhistischer Weisheiten & Einsichten.
Schon lange waren fernöstliche Weltanschauungen nicht mehr auf Asien begrenzt.
Und besonders der Buddhismus mit seiner  zweieinhalbtausendjährigen ununterbrochenen Überlieferung fand 2007 und findet immer noch zunehmend im Westen größten Anklang. Dies wohl auch deshalb, weil er sich an alle suchenden Menschen wendet, unabhängig von Nationalität und sozialer Herkunft. Er weist ihnen Wege aus Leid und Unvollkommenheit hin  zu Harmonie und  Glück.
Das Zaji, wörtlich: die „vermischten Künste“,  kann  auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken und bedeutet: die Vielfalt von kunstvollen Darbietungen des Körpers und des Geistes. Dazu gehören Tanz und Musik, Akrobatik, Zauberei und Poesie. Und dazu sind nötig: höchste Willensstärke und weiterhin mentale wie körperliche Überlegenheit und Demut gleichzeitig. Im alten China war die Artistik ein Symbol für die Beherrschung von Körper und Geist; Vollkommenheit erlangt nur der, dem es gelingt, sich ganz in seine Aufgabe zu versenken. So entspricht sie auch heute noch den Idealen des Buddhismus und auch den Anforderungen an den modernen (westlichen) Menschen. „Feste Entschlossenheit und Klarheit im Innern, sanfte Anspannung und Stärke im Äußern, das ist der Weg, etwas zu erreichen.“

So wurde die Show BUDDHA , wie die anderen Shows zuvor, zum Erfolg getragen von den atemberaubenden Leistungen der chinesischen Spitzenkünstler aus der Metropole Tianjin, eine der großen traditionellen Artistenschulen des Landes deren Absolventen seit Jahren weltweit zur Elite gehören und die somit regelmäßig auf allen großen Circusevents- wie dem „Festival von Monte Carlo“ oder dem Pariser Nachwuchsfestival „Circus von Morgen“ -  präsent waren und sind.

Niemals zuvor waren die Grundessenz der Akrobatik und auch das Thema der Show so immanent. Dieser Zusammenhang wird deutlich durch die folgende buddhistische Weisheit:

„Große Vollendung muss wie unzulänglich erscheinen,
so wird sie unendlich in ihrer Wirkung.
Große Fülle muss wie strömend erscheinen,
so wird sie unerschöpflich in ihrer Wirkung.
Große Geradheit muss wie krumm erscheinen.
Große Begabung muss wie dumm erscheinen.
Große Beredsamkeit muss wie stumm erscheinen.
Bewegung überwindet die Kälte.
Stille überwindet die Hitze.
Reinheit und Stille sind der Welt Richtmaß.“

Diese Show bespielte erfolgreich im Zeitraum vom Dezember 2007 bis Mai 2008 Länder wie Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Schweden, Luxemburg und Kroatien.